Lipödem

Das Lipödem (Lipohyperplasia dolorosa) ist eine meist verkannte Erkrankung des Fettgewebes. Sehr oft familiär bedingt, kommt es hauptsächlich bei Frauen zu einer Vermehrung des Fettgewebes an den Armen und Beinen. Diese krankhafte Vermehrung von Fettzellen (Adipozyten) beginnt in den meisten Fällen in der Pubertät, in der Schwangerschaft oder seltener erst im Klimakterium.

Leider ist die Diagnose Lipödem auch unter ärztlichen Kollegen noch nicht sehr bekannt obwohl man annimmt dass etwa 5-7% der Frauen im deutschsprachigen Raum an dieser Erkrankung leiden.

Aufgrund von Vorurteilen und Unwissenheit werden den Frauen Bewegungsmangel und Ernährungsprobleme unterstellt. Viele unserer Patientinnen haben jedoch mehrfache frustrane Diät- und Bewegungsprogramme hinter sich. Leider mit keinem oder nur minimalem Erfolg. Untersuchungen zeigten sogar dass falscher bzw. exzessiver Sport die Schwellung in den Beinen verstärken kann, da das Lymphsystem dadurch noch weiter belastet wird.

Dr. Barsch ist Partner von Dr. Sandhofer in Linz/Oberösterreich und in Wien, der als Pionier in der Behandlung des Lipödems in Österreich und weit über die Grenzen hinaus auf über 25 Jahre Erfahrung zurückblicken kann. Gemeinsam stellen wir uns dieser Herausforderung und führen das Zentrum für Lipödem in Österreich und betreuen auf diese Weise einige hundert Frauen pro Jahr. Neben dem Schwerpunkt Lipödem behandeln wir weitere Fettgewebserkrankungen wie Lipohypertrophie, Lipome und die Benigne Symmetrische Lipomatose (Bensaude Launois und Morbus Madelung). 

Diagnose

Das klinische Bild und die Anamnese sind beim Lipödem häufig sehr typisch. Die meisten Patientinnen berichten über eine Zunahme des Bein und/oder Arm Umfanges in der Pubertät, mit Spannungsgefühl, Druckschmerzhaftigkeit und spontanen blauen Flecken. 

Typisch ist dass die Hände und Füsse ausgespart bleiben und über dem Sprung- bzw. vor dem Handgelenk einen muffartigen Abschluß zeigen. Aufgrund dieser Symptomatik kann ein Lipödem meist bereits durch die klinische Untersuchung von einem Lymphödem oder Phlebödem unterschieden werden.

Durch die schweren, schmerzhaften Beine kommt es oft im Laufe des Tages zu Ermüdungszuständen und nicht selten zu depressiver Verstimmung. Dadurch ist die Lebensqualität stark eingeschränkt und in vielen Fällen erfolgt daraufhin die Einnahmen von Antidepressiva, welche die Vermehrung der Fettzellen noch weiter antreiben.

Durch die Schmerzen in den Beinen kommt es leider oft zu Antriebslosigkeit und Immobilität. Dies begünstigt in weiterer Folge eine Adipositas, die zusätzlich zu einer Belastung führt.

Dieser Kreislauf muss unterbrochen werden und eine Druckentlastung an den Beinen macht es der betroffenen Person wieder möglich einer sportlichen Aktivität nachzugehen.

 

Zusätzlich zu der klinischen Untersuchung führen wir, bei der Erstuntersuchung und im Verlauf, eine Impedanzmessung (Fettanalyse) und eine Duplex Ultraschalluntersuchung durch.

Durch diese Fettanalyse kann neben dem BMI der Grundumsatz, das Verhältnis der Fettverteilung und weitere diagnostische Parameter erhoben werden, welche für eine eventuelle Operation und als Verlaufskontrolle von Relevanz sind. 

Augenmerk wird auch auf begleitende Venenerkrankungen gelegt, da diese oft mit einem Lipödem einhergehen und vor einer Absaugung ebenfalls behandelt werden müssen.

 

Typische Fettverteilung beim Lipödem Typ III


Therapie

Physikalische Therapie

Da es durch den erhöhten Druck im Fettgewebe bei höherem Schweregrad auch zu einem Lymphstau in den Beinen kommen kann, können regelmäßige Lymphdrainagen und Kompressionsverbände zu einem leichten, temporären Rückgang der Schwellung führen. Hingegen weitläufiger Meinung ist jedoch bei einem reinen Lipödem im ersten oder zweiten Stadium und ohne Flüssigkeitsansammlung im Geweben, eine physikalische Therapie nicht zielführend. Die vermehrten Fettzellen können durch diese physikalischen Maßnahmen NICHT entfernt werden.

Da das Lipödem eine progressive Erkrankung ist, kann diese durch konsequente physikalische Maßnahmen etwas gebessert, jedoch nicht rückgängig gemacht werden. Die Fettabsaugung ist die einzige beschwerdelindernde Therapiemaßnahme. Nach einer Operation sind Lymphdrainagen und das Tragen von Kompressionswäsche jedoch unabdingbar.

 

Liposuktion

Wir führen als Spezialzentrum für Lipödem lymphschonende Fettabsaugungen durch. Mit einer stumpfen, vibrierenden Kanüle werden die "Fetttrauben" vom Bindegewebsgerüst entfernt und die darin enthaltenen Gefäß- Nerven und Lymphbahnen geschont. Eine Absaugung mit Laser oder Radiofrequenz würde die ohnehin schon beeinträchtigten Lymphgefäße zusätzlich schädigen und sollte somit beim Lipödem nicht angewendet werden. Für die Wasserstrahl assistierte Technik gibt es noch zu wenig fundierte Vergleichsstudien um eine seriöse Aussage zu tätigen, persönliche Erfahrungen zeigten jedoch ein minderwertigeres Ergebnis gegenüber der Vibrationstechnik.

 

Der Eingriff wird in einer speziellen Lokalanästhesie (Tumeszenztechnik) durchgeführt. Diese Technik wurde in den 80er Jahren durch einen Dermatologen eingeführt und in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Sie ersetzt in Kombination mit der Sedoanalgesie (Dämmerschlaf) die Vollnarkose. Da keine Vollnarkose notwendig ist werden deren Nebenwirkungen und Komplikationen, wie erhöhte Thrombosegefahr, Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten und die Belastung des Herz-Kreislaufsystems um das vielfache minimiert.

Zusätzlich ist für ein symmetrisches und ästhetisches Ergebnis das Muskelspiel während des Eingriffes notwendig. Dies ist nur in Sedoanalgesie möglich, da bei der Vollnarkose die Muskelaktivität gänzlich ausgeschaltet ist. 

Die Entfernung des krankhaften Fettgewebes dient der Wiederherstellung der Beschwerdefreiheit bzw. der Linderung von Beschwerden sowie der Verbesserung der Bewegungseinschränkung und ist kein rein ästhetischer Eingriff. Natürlich wird aber im Rahmen des Eingriffes auf ein ästhetisches und harmonisches Ergebnis geachtet.

Die Operation wird von Dr. Barsch oder Dr. Sandhofer persönlich durchgeführt. Der gesamte Eingriff, inklusive Überwachung der Vitalparameter sowie Anpassung der Tiefe des Dämmerschlafes und der Schmerzmedikation, wird von einem erfahrenen Intensivmediziner überwacht. 

 

Bei der Erstvorstellung wird, neben der gründlichen klinischen Untersuchung, ein ausgiebiges Gespräch mit Erhebung aller Begleit- und Vorerkrankungen, durchgeführt. Danach wird festgelegt ob eine ambulante Operation im Dämmerschlaf vertretbar, oder ob ein stationärer Aufenthalt in einem Krankenhaus notwendig ist. In den meisten Fällen ist eine ambulante Vorgehensweise möglich.  In der Regel sind, je nach Ausprägungsgrad,  2-3 Operationen im Abstand von ca. 4 Wochen notwendig (zwei Operationen an den Beinen, eine an den Armen). 

Der Operationsplan wird für jeden Patienten individuell angepasst um das bestmögliche Ergebnis zu erlangen.

 

Postoperativer Verlauf

Direkt nach dem Eingriff erfolgt eine fachgerechte Kompression welche in den zwei folgenden Tagen durch unser Team erneuert wird. Wir arbeiten mit lokalen Unterkünften in Linz und Wien zusammen welche unsere Patientinnen betreuen. Wenn der Heimweg nicht mehr als eine Autostunde beträgt ist eine Übernachtung zu Hause ebenfalls möglich. Eine Begleitung sollte auf jeden Fall zugegen sein, bei Unklarheiten ist unser "rotes Telefon" prä- und postoperativ durchgehend erreichbar.

 

In den ersten 2 Tagen nach der Operation entleert sich die Restflüssigkeit aus den Einstichstellen. Dies hat nicht nur den Vorteil dass die Wunden "ausgewaschen" werden und das Risiko eines Wundinfektes minimiert wird, sondern auch eventuelle Blutergüsse "ausgeschwemmt" werden und es somit zu keinen Verhärtungen oder länger andauernden Hämatomen kommt.

Außerdem kommt es durch diese Technik zu einem sehr geringen Gesamtblutverlust, sodass die Entfernung von mehreren Litern Fett in einer Sitzung möglich ist.

Die Flüssigkeit wird durch saugstarke Kompressen aufgefangen, welche in den ersten zwei Tagen jeweils morgens erneuert werden. Danach ist das Tragen der Kompressionswäsche möglich und angeraten.

 

Die postoperative Lymphdrainage erfolgt entweder in unserer Ordination in Linz, durch unsere Physiotherapeutin in Wien oder über die eigenen, heimatnahen Physiotherapeuten.

Die Kompressionswäsche sollte eine Woche Tag und Nacht und weitere 5 Wochen unter Tags getragen werden.

Leichte körperliche Aktivität wie Spaziergänge sind direkt nach der Operation möglich und sinnvoll. Nach Abheilung der kleinen Einstichstellen (ca. 2 Wochen) empfehlen wir Schwimmen bzw. Aquagymnastik, da durch den Druck unter Wasser der Drainageeffekt verstärkt wird. Erschütternde Aktivitäten wie Laufen oder Power Plate sollten in den ersten 3-4 Monaten vermieden werden damit sich die Haut zurückziehen und das Operationsgebiet verheilen kann.

 

Behandlungsoption 1:

Rot Tag 1

Grün Tag 2


Behandlungsoption 2:

Rot Tag 1

Blau Tag 2

Grün Tag 3


Behandlungsoption 3:

Rot Tag 1

Blau Tag 2

Grün Tag 3

Orange Tag 4



Interview mit Dr. Sandhofer und Dr. Barsch bei der Lipödem Infoveranstaltung in Graz (05/2018)

Im Gegensatz zu rein ästhetischen Absaugungen steht bei der Therapie des Lipödems die Behandlung der Beschwerdesymptomatik im Vordergrund. 

Sie haben noch Fragen zum Ablauf der Operation? In einem Erstgespräch erfolgt die Untersuchung und Diagnosenstellung und wir informieren Sie gerne individuell und unverbindlich über die Therapiemöglichkeiten. 

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

Kommentare: 10
  • #10

    Aniko Dancso (Montag, 18 Februar 2019 14:30)

    Bitte 1 termin. 06656506927 Vampr lifting

  • #9

    Inge (Sonntag, 10 Februar 2019 09:27)

    Super zufrieden, tolles Ergebnis.
    Komme wieder.
    Mit freundlichen Grüßen

  • #8

    Ingeborg Glanzer (Freitag, 04 Januar 2019 11:56)

    Sehr geehrter Herr Dr. Barsch. Ich würde gerne einen Termin mit Ihnen in Ihrer Praxis in Klagenfurt vereinbaren.

    Mit freundlichen Grüßen, Ingeborg Glanzer

  • #7

    Melanie (Sonntag, 23 Dezember 2018 10:33)

    Frohe Weihnachten und viel Erfolg für die Aufgaben die vor dir liegen ;)
    GLG

  • #6

    Dagmar W. (Donnerstag, 29 November 2018 18:24)

    Dr. Barsch hat bei mir eine Verödung der Venen durchgeführt. Er war sehr einfühlsam und hat sich viel Zeit genommen. Das Ergebnis spricht für sich. Danke!

  • #5

    Melanie (Montag, 19 November 2018 22:35)

    Kryotherapie gut vertragen. Mit Ergebnis zufrieden. Alles perfekt. ;)

  • #4

    Jakob Reindl (Donnerstag, 18 Oktober 2018 10:49)

    Ein Muttermal im Gesicht hatte sich verändert. Dr. Barsch hat es entfernt und jetzt sieht man nicht mal die Narbe. Guter Hautarzt.
    Danke

  • #3

    Hanna (Donnerstag, 27 September 2018 23:11)

    Sehr kompetent und empfehlenswert!!! Danke für die ausführliche Beratung und tolle Behandlung. Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt! Werde bestimmt wieder kommen! Kann ich echt nur weiterempfehlen!!! Danke noch einmal!

  • #2

    Hannelore Mayer (Mittwoch, 26 September 2018 13:54)

    Endlich wieder mal ein Arzt, der sich Zeit für seine Patienten nimmt!
    Ich hatte ein sehr informatives und interessantes Gespräch sowie eine tolle Behandlung bei Dr. Barsch!
    Man fühlte sich von Anfang an gut aufgehoben! Jederzeit wieder!! Absolute Enpfehlung! Lieben Gruß, Hannelore

  • #1

    Katrin (Montag, 24 September 2018 22:01)

    Schöne Homepage! Gefällt mir ;)