Hautkrebs Vorsorge - Muttermalkontrolle

In den letzten Jahrzehnten kam es weltweit zu einem rasanten Anstieg der Hautkrebsinzidenz. Durch zunehmende Outdoor Aktivitäten und die steigende Anzahl an "Sonnenanbetern" ist die Hautkrebs Vorsorge ein entscheidender Faktor um unangenehme und folgenschwere Hauttumore frühzeitig zu erkennen und somit die Prognose entscheidend zu verbessern.

Die folgenden 3 Typen des Hautkrebses sind die häufigsten und durch Ihren Hautarzt meist auf einem Blick zu erkennen.

Haben sich Muttermale verändert? Sind neue Hautwucherungen entstanden? Dann gibt eine kleine Biopsie bzw. Exzision, mit folgender Aufarbeitung unter dem Mikroskop, Klarheit. 

 

Vorstufen des weißen Hautkrebses:

 

Durch langjährige intensive Sonnenbestrahlung (UV - Exposition), vor allem im Kinder und Jugendalter, kommt es zu einer Schädigung der Haut. Die daraus resultierenden Hautveränderungen präsentieren sich oft in Form von Verhornungsstörungen, welche sich vor allem in sonnenexponierten Arealen (Glatze, Gesicht, Decolleté, Handrücken, etc.) zeigen. Als Risikofaktoren gelten ein heller Hauttyp mit schlechten Bräunungsvermögen aber z.B. auch eine vermehrte berufliche Sonnenexposition (Bauarbeiter, Briefträger, Bademeister, etc.)

Eine frühzeitige Identifikation und Therapie dieser Lichtschäden, den sogenannten aktinischen Keratosen, kann ein Fortschreiten in einen manifesten weißen Hautkrebs verhindern. 

In diesem Stadium kann die Therapie noch mit speziellen Cremen, Licht- oder Kältetherapie erfolgen.

 

 

 


Der weiße Hautkrebs:

 

Der "weiße Hautkrebs" ist der Überbegriff für eine Vielzahl von verschiedenen Hauttumoren, welche im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs selten pigmentiert sind. Hauptvertreter dieser Gruppe sind das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom. Weiße Hautkrebsformen sind deutlich häufiger als der schwarze Hautkrebs, zeigen jedoch eine bessere Prognose da sie seltener streuen. Sie können jedoch lokal infiltrativ (gewebszerstörend) wachsen. Die Vielgestaltigkeit dieser Tumore lässt für einen Laien oft keine Bösartigkeit vermuten. Umso wichtiger ist es dass auffällige Hautveränderungen regelmäßig von einem Spezialisten untersucht werden.

 

 


 Der schwarze Hautkrebs:

 

Der schwarze Hautkrebs, medizinisch auch Malignes Melanom genannt, ist ein bösartiger Tumor der Haut welcher für die meisten Todesfälle in der Dermatologie verantwortlich ist. 

Seine Eigenschaft zur Metastasierung, also zur Ausbildung von Absiedelungen (Tochtergeschwulsten) macht ihn äußerst gefährlich. Das Maligne Melanom entsteht aus bestimmten Zellen, den sogenannten Melanozyten. Diese haben sich verändert und zeigen daraufhin ein aggressives Wachstum.

Das Maligne Melanom kann sich aus vorbestehenden Muttermalen entwickeln, kann sich jedoch auch auf zuvor unauffälliger Haut zeigen.

Als klinischer Anhaltspunkt gilt die sogenannte "ABCDE-Regel". Für eine detailliertere Untersuchung wird das Auflichtmikroskop (Dermatoskop), mit 10 - 12 facher Vergrößerung, verwendet.